Saisonstart Großglockner

Großglockner Hochtor im WinterSchneewände am GlocknerSchneeräumung am Großglockner

Die Großglockner Hochalpenstraße

Bei einem Motorradurlaub bei uns im Bike & Snow Gasthof Lederer steht der Großglockner immer ganz oben auf der Tourenliste. Mit 36 Kehren auf 48 Kilometern und einer maximalen Seehöhe von 2572 m (Edelweißspitze) und 2504 m (Hochtor) ist es die höchste befestigte Passstraße in Österreich. Ein wahres Eldorado für Motorradfahrer mit zusätzlichen Komforteinrichtungen wie:

  • Bikers Point (Treff- und Infopunkt für Motorradfahrer)
  • Spezielle Biker Parkplätze und Biker Safes
  • Bei Fahrbahnerneuerungen Verwendung von Material mit maximaler Griffigkeit
  • Bequemer Ticketkauf in der Information an der Kasse Ferleiten
  • Absicherung scharfkantiger Leitplankenpfosten

 

Doch nicht nur bei Motorradfahrern ist die Hochalpenstraße beliebt. Die beindruckende Landschaft im Nationalparkt Hohe Tauern mit den verschiedenen Vegetationsstufen und den atemberaubenden Berggipfeln ziehen jedes Jahr ca. 900.000 Besucher an. Damit zählt die Großglockner Hochalpenstraße zu den Top Tourismusattratkionen in Österreich.

Doch bevor die Straße alljährlich Anfang Mai ihren Betrieb starten kann wird ordentlich Schneegeräumt.

Die Eisbändiger vom Großglockner

Jörgen, Oskar, Paul, Ander und der Eisbändiger, dass sind die Namen der 5 Rotationsfräßen „System Wallack“, die Namen stammen von den Maschinenbauingenieuren welche am „System Wallack“ mit tüftelten . Diese 5 Fräßen sorgen seit 1953 jedes Jahr im Frühling dafür, dass die Großglockner Straße Anfang Mai ihren Betrieb eröffnen kann. Jede der Fräßen ist mit 3 Motoren zu je 120 PS ausgestattet, diese sorgen für Antrieb, Fräßen und den Auswurf des Schnees. Man könnte meinen, dass die Fräßen mit über 60 Jahren bereits im Pensionsalter wären doch diese Maschinen sind nach wie vor extrem zuverlässig und man findet nichts vergleichbares, das so auf die Bedürfnisse des Hochalpinen Geländes zugeschnitten ist. Daher werden die Fräßen noch lange auf ihren Ruhestand warten müssen.

Schneeschaufeln in den 30ern Schneefräßen System Wallack

Die Großglockner Straße wurde 1935 eröffnet. Im ersten Winter schaufelten 350 Männer mit Handschaufeln rund 250.000 m³ Schnee von der Straße um sie einspurig befahrbar zu machen. Das dauerte damals ca. 70 Tage. Seit 1953 die Fräßen diesen Dienst übernommen haben geht es etwas schneller. Ein Team von zehn Mann und fünf Fräsen kämpft sich gleichzeitig von Nord und Süd bis zum Hochtor vor. In weniger als einem Monat werden bis zu 800.000 Kubikmeter gefräst. Danach findet man bis zu zehn Meter hohe Schneewände entlang der Straße. In einem Rekord Winter waren es sogar mal 21 m.

.Hohe Schneewände am Beginn der Saison Die Schneefräße kämpft sich zum Hochtor

Bevor die Räumung losgeht wird der Straßenverlauf mit einer Sonde ertastet und für die Fräßen markiert. Um die Sicherheit der Räumungsmannschaft nicht zu gefährden wird die Lawinengefahr genau beobachtet und gefährliche Schneebretter werden vorsorglich abgesprengt.

Wenn die beiden Teams von Nord und Süd beim Hochtor aufeinandertreffen ist das gröbste geschafft und die Stille der Einsamkeit ist vorüber. Die ersten Hüttenwirte kommen um nach der langen Winterpause ihre Hütten wieder aus dem Winterschlaf zu holen. Anfang Mai ist es dann auch für alle soweit und die Großglockner Hochalpenstraße startet in die neue Saison.